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Suzannas Mutter wurde in der Hauptstadt Aserbaidschans, in Baku, geboren. Später, in Moskau, lernte sie einen Klaus Meier kennen und lieben, der dort Außenpolitik studierte. So kam Suzanna einige Zeit später zur Welt.

Aufgewachsen ist sie in Damaskus, zur Schule ging sie in Berlin - Mitte, die Ferien verbrachte sie in Bjelorußland bei ihrer Babuschka - oder bei den Großeltern im Erzgebirge.

Ihre Babuschka - wie ihre Mutter - sangen ihr russische Lieder vor, Volkslieder, Schlager. Sie hörte Zigeunerlieder, spürte den Schmerz, die Freude, die Sehnsucht. Suzanna sang alles nach. Schon als Kind wußte sie (und noch heute weiß sie) sofort, wie ein Lied klingen muß, damit es den Zuhörer berührt. 1989 lernte sie den Sänger Karsten Troyke kennen, der gerade die Konzertreihe "Eigene Lieder und Lieder der Welt" organisierte. Da kam Suzanna mit ihren russischen Romanzen gerade recht. So hatte sie mit 16 Jahren im Club "Checkpoint" in Berlin ihren ersten großen Auftritt.

Suzanna reiste viel umher. Es trieb sie oft nach Paris, wo sie mit Emigranten auf Pariser Plätzen, in Cafés und schließlich auch in Theatern und Clubs auftrat. Dann lebte sie einige Zeit in Barcelona. Von 1993 bis 2001 trat sie oft mit Thomas Samain und Oleg Morosov als Ensemble "Dzelem" auf.(CD "Tu Balval" 1993; CD "Dui Dui" 1997) Seit 1994 spielt sie auch zusammen mit dem Akkordeonisten Wladimir Pavljuk aus St. Petersburg und dem virtuosen Geiger Andrei Sur aus Jekaterinburg.

Sie singt mit verschiedenen Ensembles, immer mit internationaler Besetzung (CD "Mira me" 2002). Eine große Bereicherung sind Bernd Huber, der das Publikum mit seiner Swinggeige bezaubert und Michael Jach, der mit viel Temperament und Rhythmusgefühl den Baß spielt. Die Gitarre spielen wechselnd - und unglaublich gut - Viktor Maximov, Alexej Wagner oder Konstantin Popov, je nachdem, wer gerade in Berlin ist. Ebenso gibt es Konzerte mit dem renommierten Russian-Swing-Trio „Scho?“. So erhalten die wunderbaren Lieder, gesungen von Suzanna mit ihrer erstaunlich tiefen und ausdrucksstarken Stimme, im Zusammenspiel mit verschiedenen Musikern, ein immer wieder neues und interessantes Gesicht.

Die Konzerte zeichnen sich durch eine reichhaltige Auswahl sowohl lebhaftmitreißender Lieder, als auch elegisch-melancholischer Stücke aus, die immer wieder durch abwechslungsreiche Arrangements und unter die Haut gehende Interpretation begeistern. Jetzt ist sie wieder in Berlin, wo sie einst ihre ersten Konzerte gab - Berlin ist auch der ideale Ort für ihre deutschsprachigen Lieder im Cabaret-Programm mit Karsten Troyke (CD "Chanson Total" 2000), für ihre französischen Chansons und - natürlich die russischen Romanzen und Roma ("Gipsy")-Songs und für ihr jazziges Popsong-Programm "Spreefalter".